Kommentar - Sichtwechsel

Drei Viertel aller Misshelligkeiten und Missverständnisse werden aus der Welt verschwinden, wenn wir uns in die Lage unserer Gegner versetzen und ihren Standpunkt verstehen. Wir werden dann entweder sogleich mit ihnen einig werden oder wir werden nachsichtig über sie denken.

In einem Konflikt spüren wir sehr deutlich unser eigenes Leid. Der andere hat alle Vorteile, er nimmt sich, was er will, ihm geht es gut, so sieht es aus unserer Perspektive aus. Leicht lässt man sich da in die Haltung drängen: der andere ist schuld. Wenn er nicht wäre, wäre alles besser. Diese Sichtweise blockiert den konstruktiven gemeinsamen Weg, denn sie fordert Veränderung nur vom anderen, und noch dazu mit einem moralischen Anspruch, von ihm ins Unrecht gesetzt worden zu sein.

 

  

Impulse zur Arbeit mit Gruppen und Klassen